10.24.09
Filmempfehlung
Also wer den Roman gelesen hat, sollte auf jeden Fall auch den Film sehen: „Die Päpstin“ von Donna W. Cross. Großartiges Buch und ein toller Film, der sehr nah am Buch verfilmt wurde und bei dem die Schauspieler sowie die Orte ziemlich gut ausgewählt wurden. Es macht Spaß im Kino zu sitzen und obwohl der Film Überlänge hat, hat man nie das Gefühl, dass der Film langweilig wird.
Großartig. Guckt ihn euch an!
10.18.09
Also mal ganz im ernst…
…welcher vernünftige Mensch über 20, der früher gerne Knight Raider mit David Hasselhoff gesehen hat, steht nicht auf den neuen, schönen, schnellen, intelligenten, ein wenig eingebildeten aber total coolen K.I.T.T. (Knight Industries Three Thousend)? Wer auf Autos steht, steht doch wohl auf dieses Auto. Großartig.
Und das beste an der Serie, der Fahrer ist nen cooler Typ und die Trulla die mit ihm arbeitet ist ne furchtbar attraktive Frau. Hallo!
Und selbst die Titelmelodie haben die Macher übernommen. Und der neue Fahrer ist natürlich der Sohn von Michael Knight und nennt sich jetzt selber Michael Knight. Großes Kino. Sehr gut, dass es diese Serie wieder gibt. Und natürlich auf RTL in der guten alten Knight Tradition am Samstag Nachmittag.
Damals hab ich noch mit Papa Samstags Nachmittags zusammen vor dem Fernseher gesessen und auf K.I.T.T. gewartet. Ach, die guten alten Zeiten…
09.27.09
Persönliches Logbuch, Tag 7
Strecke:
Enkhuizen – Amsterdam
Bericht:
Yeah, und noch ein neuer Tag, an dem wir schon bei Sonnenaufgang in der Schleuse sind. Aber es ist ja ok. Einige müssen ihre Züge heute Mittag schon bekommen und um pünktlich in Amsterdam zu sein, muss man auch pünktlich losfahren.
Der Sonnenaufgang war großartig.
Wir legten dann auch früh genug in Amsterdam an, das Schiff war schon klar gemacht worden, die Betten schon gemacht, die Kabinen geputzt und wir brauchten eigentlich nur noch von Bord springen:D
Es gab noch einmal ein leckeres Mittagessen und ein kurzes „Putz-Intermezzo“ der Bordwand von Außerbords und schon standen wir an der Bushaltestelle.
Doch hey, was sehen meine kleinen, verschlafenen Augen da drüben hinter der Wiese? Da ist so ein komisches großes Segel, das so aussieht wie… „DER I-SHARES-CUP“
Juhu, wir hatten zielsicher das Wochenende in Amsterdam erwischt, an dem der I-Shares-Cup dort residierte und die Rennen fuhr.
Also haben wir noch rund 1 1/2 Stunden auf der Wiese gesessen und diesen gigantischen Katamaranen zugesehen, wie sie sich gegenseitig stichelten und die Vorfahrt nahmen und ganz großartige Manöver fuhren.
Aber auch das, war irgendwann mal vorbei und so verschlug es dann doch zum Bahnhof.
Tja, und da beginnen die eigentlich komischen (im Sinne von „seltsam“ und „lustig“) Erlebnisse. Man weiß eigentlich gar nicht, wo man anfangen soll ![]()
Beginnen wir bei der „Burger-King-Trulla“, kommen dann zu der „Info-Point-Trulla“ und enden mit der „Ansagen-Trulla“.
Die Burger-King-Trulla (ich werde sie im Folgenden nur noch mit BKT akürzen):
Ich stehe also in Amsterdam beim Burger-King an. Wir haben eine 11Stunden Zugfahrt vor uns, da muss man vorbeugen
B-K-T: „Was möchten sie bitte“
Ich: „Ein Big King XXL Menü (oder wie auch immer das Ding hieß), mit Cola und Pommes. Ich esse hier!“
B-K-T: „Essen sie hier?“
Ich leicht verstört: „äh, ja, ich esse hier!“ (und ich nicke dabei!)
B-K-T: „mit Pommes?“
Ich: ??? „Ja. Und Cola!“
Die B-K-T kassiert erst noch einen anderen Kunden ab und verschwindet dann nach hinten um beide Bestellungen zusammen zustellen. Ich bin ja mittlerweile schon froh gewesen, dass sie nicht nochmal nach der Cola gefragt hat!
Sie kommt zurück, stellt mir ein Tablett hin, mit der eleganten Burger King Tüte, die man bekommt, wenn man alles mitnehmen will und einem Fantaähnlichem Getränk. Ich seufze, nehme alles und verschwinde ohne ein weiteres Wort an meinen Tisch. Ich habe aufgegeben. Ganz jämmerlich aufgegeben.
Die Frau ist für diesen Job nicht so richtig geeignet!
Die Info-Point-Trulla (im Folgenden nur noch als I-P-T bezeichnet, ebenso werde ich unser Gespräch vom Englischen ins Deutsche übersetzen):
Da Naomi und ich die Fahrkarten schon vor einer Woche gekauft haben, wissen wir nicht, auf welchem Gleis unser Zug abfährt. Und da die Info-Bildschirme gerade nicht funktionierten und die großen gelben Abfahrtspläne gerade von mindestens hunderttausenden Menschen belagert wurden, stellten wir uns also am Info-Point an. Nach 3 Minuten waren wir auch schon dran (wie wäre das denn bei der DB *grübel* Besser nicht drüber nachdenken):
Ich: „Hi. Wir würden gerne wissen, von welchem Gleis unser Night-Liner mit der Zugnummer 444057 fährt“
I-P-T: „Oh, ja, ich guck mal nach.“
Daraufhin tippt sie bestimmt locker 4-5 Minuten in dem vor ihr liegendem Minicomputer, Palm oder so, rum, macht zwischendurch ein „äh?“, ein „mpf“ oder auch ein „grrr„. Wir beide stehen da ein wenig verloren, denken uns, ob wir ihr jetzt eine riesen Aufgabe gegeben haben oder ob wir nen falschen Zug gebucht haben und hatten sogar zwischenzeitlich angst, dass der Zug gar ausfallen könnte.
Nach eben 5 Minuten kommt ein erneutes „grrrr“ zusammen mit einem „mhpf„, sie legt den Palm weg, nimmt den roten Ordner der direkt neben ihr liegt, schlägt die erste Seite auf und sagt
I-P-T: „Gleis 11a!“
Wir: „Danke“
Wir treten von der Bühne ab, ca drei Meter neben den Info-Point und können uns vor lachen leider nicht mehr halten. Ja, wir wurden sogar schräg von Passanten angesehen. Wir hatten einfach keine sinnvolle Lösung dafür, dass sie 5 Minuten auf ihren Palm einprügelt um dann einmal den Ordner auf zu machen und das Gleis da stehen zu haben. Grossartiges Theater, hier in Amsterdam.
Die Ansagen-Trulla (im Folgenden… ach ihr wisst schon: A-T):
Nun sitzen wir also auf Gleis 11a. Unser Zug fährt um 19.11h, wir sind aber schon seit 18h am Gleis – wer weiß was da kommt. Wir wollen den Zug ja auf jeden Fall nicht verpassen. Um 18h teilt uns die A-T durch die Lautsprecher mit:
A-T: „Sehr geehrte Fahrgäste, der Zug aus *bruzzle* (konnte ich nicht verstehen) nach Milano, Italien, der um 17Uhr abfahren sollte hat zwei Stunden Verspätung.“
Wir: „Man, auf den Zug wollen wir auch nicht warten.“
Um 18.30h erneut eine Durchsage für den Zug nach Milano:
A-T: „Sehr geehrte Fahrgäste, der Zug aus *wieder ein bzzzzzzzzzlllllll* (ich verstehe wieder nix) nach Milano, Italien, der um 17Uhr abfahren sollte, wird wahrscheinlich um 20Uhr in Amsterdam eintreffen.“
Um 19h, also kurz bevor wir unseren Zug betreten, wieder diese liebliche Stimme, die uns erst auf Niederländisch, dann auf Englisch und dann auf Deutsch erklärt
A-T: „Sehr geehrte Fahrgäste, der Zug aus *br* (ist es denn wahr? Dreimal die gleiche Ansage und ich hab die Trulla immer noch nicht verstanden. Was wäre, wenn das mein Zug wäre? Könnte ich die verklagen, wenn ich diesen Zug verpassen würde… obwohl, würde ich das bei 3 Stunden Verspätung? – Meisterleistung!) nach Milano, Italien, der um 17h abfahren sollte wird vorraussichtlich um 21h in Amsterdam eintreffen.“
Jetzt mal ganz im Ernst:
4 Stunden Verspätung? Das würde selbst die Deutsche Bahn nicht schaffen. Wer will denn jetzt noch mit diesem Zug fahren? Da ist man mit dem Taxi doch wohl schneller. Oder trampen. Oder sonst was. 4 Stunden. Hallo? Und warum kann die Frau mich nicht vermitteln, wo der Zug herkommt? Etwa aus Takatukaland? Gleis 12 1/2? Aus Timbuktu – was erklären würde, warum er so viel Verspätung hat… . Mensch ne, Deutsche Bahn Beamte zu sein ist bestimmt manchmal anstrengend und nervig, aber bei der Bahn in Amsterdam zu arbeiten, das bedeutet „Zen-Charakter“ zu haben und einfach alles um sich herum geschehen zu lassen
Wir sind auf jeden Fall gut nach 11 Stunden angekommen und unser Zug hatte gerade mal 10 Minuten Verspätung. Ein Hoch auf die Deutsche Bahn.
Jetzt heißt es erst mal ausschlafen.
Gute Nacht!
09.26.09
Pesönliches Tagebuch, Tag 6
Strecke:
Harlingen – Enkhuizen (Ijsselmeer)
Bericht:
Nachdem wir wieder mal früh abgelegt haben, sind wir auch ziemlich pünktlich durch die Schleuse gekommen. Was der Maat Albert uns vor der Schleuse schon erklärte war Folgendes: „Wenn wir in der Schleuse sind, nehmen wir die Persening (Plural) von den Segeln. Wenn wir aus der Schleuse raus sind nimmt sich jeder einen Schrubber, Ship Shampoo und dann geht es los“. Ok, wir hatten ja gesehen, dass die ganzen Salzkristalle überall am Schiff hingen, aber wir wussten nicht, dass das zum Teil so endet, dass Aard mit einem großen gelben Schlauch auch „Maat-Jagd“ geht ![]()
Na ja, Albert tat gut daran, zum Schluss, als alles abgespühlt wurde, sich vor Aard zu verstecken, er hatte nämlich kein Ölzeug an.
Demnach ist das Schiff jetzt soweit frei von Salzwasser und das Ijsselmeer konnte kommen. Es kam auch. Ziemlich gewaltig sogar. So gewaltig, dass wir nicht mal die Segel hochrissen, sondern zwischendurch einfach aus dem Fahrwasser fuhren, den Motor abstellten und ganz chillig Kaffee tranken, bei Windstärke 0. Vielleicht was es sogar negativ Windstärke, man weiß es nicht. Das Ijsselmeer war auf jeden Fall so glatt wie selten und auf einmal zog ein wenig Nebel auf und die Jetskis jagten um uns rum. Aber auch das ist mal ein Erlebnis!
In Enkhuizen angekommen ging es also daran, einen Shop ausfindig zu machen, der VLA hat, denn die gute Naomi hatte noch nie FLA gekostet. Hallo? Was ist denn da los? So geht das aber nicht weiter. Ne ne ne.
Bei einem Spaziergang durch Enkhuizen habe ich dann beschlossen, wenn ich groß, reich und berühmt bin, werde ich mein Zweithaus auf jeden Fall in Enkhuizen haben.
Voll schön da. Traumhaft.
Aber die Niederländer sind nicht wirklich gut darin, sich Vorhänge vor die Fenster zu pappen. Da kann man in 90% der Haushalte von vorne bis hinten durch die Wohnzimmer und Küchen gucken. Auch eine Erfahrung ![]()
Nichtsdestotrotz ist Enkhuizen ein tolles Örtchen.
09.25.09
Persönliches Logbuch, Tag 5
Strecke:
Helgoland – Harlingen
Bericht:
Mh… jetzt geht es mir wieder gut.
Das Schlafen, war echt ganz easy. Eigentlich hab ich geschlafen wie ein Baby. Eingemummelt in den Schlafsack und dann schön bei Wellengang, der sich anfühlt als ob man im Kinderwagen liegt. Ich verstehe Babys endlich! Voll angenehm… solange man die Augen auch wirklich zu lässt und nicht in der Kabine herumguckt. Denn dann wird einem doch etwas mulmig. Grund dafür ist, dass das Gleichgewichtsorgan im Ohr dem Gehirn sagt: „es schaukelt wie bolle!“, aber der Seenerv sagt dem Gehirn: „wieso, ist doch alles super, es bewegt sich eigentlich gar nix… gut, die Lampen hängen ein wenig schief… aber es ist alles in Butter!“.
Das Gehirn kann das nicht verarbeiten und demzufolge wird einem schlecht.
Also unter Deck hat das bei mir alles super funktioniert. Auch bei 2Meter Welle.
Allerdings die Wache von 12-16h fand ich nicht so witzig. Da hatten wir dann gerad gegessen, saßen auf Deck, schnackten dumm rum und genossen ein wenig die Fahrt unter Segel und das nette Wetter. Aber ich war musste mir natürlich die Nudeln mit Bolognese nochmal durch den Kopf gehen lassen. War klar. Aard war auch so nett, mich festzuhalten, als ich halb über die Bordwand gelehnt die Fische mit Nudeln fütterte. Ich verstehe ja, dass er nicht wollte, dass ich in die salzige Nordsee springe… aber da schaukelt das wenigstens nicht so
Nun, um 20h kamen wir dann endlich, nach 28h auf See im Hafen von Harlingen an. Ein schönes Gefühl, wenn nicht mehr alles schankt. Das übliche Schwanken der Dusche, wenn man im Hafen liegt ist ja schon angenehm, ich weiß gar nicht, wie ich zu Hause duschen soll, wenn die Dusche nicht schwankt…
Von Harlingen haben wir noch nix gesehen – es war ja dunkel. Morgen wird wieder um 7h abgelegt. Das heißt, von Harlingen werde ich wieder so viel sehen, wie von Cuxhaven –> nix. Obwohl, ich kann die Schiffe neben uns im Päckchen erkennen, das ist auf jeden Fall schon mehr als in Cuxhaven
09.24.09
Persönliches Logbuch, Tag 4
Strecke:
Helgoland – Harlingen
Bericht:
Puh, der Vormittag war ja unglaublich, schön ruhig und so ganz ohne Streß, aber heute Abend und Nacht schaukelt es echt ganz schön.
Wir haben 4 Stunden Wachen eingeteilt. Das heißt, wir segeln ja die Nacht durch, demnach muss auch immer Mannschaft an Deck sein. Naomi und ich haben also die Wachen von 20-24h, von 4-8h und von 12-16h. Die Wache von 20-24h ist ja vollkommen ok, ich hab nur Angst, wie es wird, von 0-4h unter Deck zu schlafen. Bisher ging es mir Seekrankheits-technisch ja super, aber wer weiß, wie das ist, wenn ich unter Deck im Schlafsack in der Koje liegen.
Es sagen ja alle, dass liegen viel angenehmer ist, als an Deck zu stehen, aber irgendwie bin ich da skeptisch. Ich werd das mal ganz tapfer ausprobieren
09.23.09
Persönliches Logbuch, Tag 3
Lagebericht:
Helgoland
Bericht:
Der Sonnenaufgang auf Helgoland ist herrlich. Zumindest, wenn man noch im Bett liegt und ausschlafen kann ![]()
Nach dem Frühstück musste ich dann wohl nochmal schnell in die Stadt… also ins Dorf… also, zu den paar Geschäften. Ich hab zwar gestern Schoki gekauft, aber die ist auf unerklärliche Art und Weise jetzt schon futsch. Die muss mir irgendwer einfach nachts unterm Kopfkissen weggenommen haben
Gott sei Dank haben wir schönes Wetter, so kann man ein bisschen rumdödeln und das ruhige Leben auf Helgoland genießen. Also zumindest morgens bis 11 Uhr und Nachmittags ab 16Uhr. Denn um 11Uhr kommt die erste Fähre mit Touris, um 16Uhr fährt die letzte Fähre mit Touris. Davor und danach ist es traumhaft.
Ich war auch das erste mal auf der „Düne“, dieser kleinen vorgelagerten Insel von Helgoland. Da gibt es nix, nur ein paar Bungalows, den Flugplatz und Sand. Und gaaaaaanz süße Kegel!-robben (wer das Imperativspiel kennt, weiß bescheid
).
Da läuft man einfach so am Strand entlang und auf einmal liegen da bestimmt 200 Robben neben einem. Wenn man nicht aufpasst liegen keine 20Meter zwischen einem und den Robben. Und alles was die machen ist, weiter zu chillen und maximal den Kopf zu heben um zu gucken, welche Idioten sie jetzt schon wieder begaffen. Aber zum flüchten waren die irgendwie alle zu faul. Schönes Erlebnis.
Abends haben wir ein wenig gespielt und Ligretto fast bis zum Nervenzusammenbruch von Beteiligten und Unbeteiligten/Zuschauern gespielt. Sehr geiles Spiel, dass muss man wieder spielen.
Morgen steht allerdings erst mal die 26 Stunden Überfahrt nach Harlingen an. Da bin ich ja mal gespannt, wie das ist, bei Welle zu schlafen.